Archivio di Luglio 2007

Grosse Neuigkeiten vom „Abisso 5 Luglio“ - Italien

Mercoledì 11 Luglio 2007

Grosse Neuigkeiten vom „Abisso 5 Luglio“, eine Höhle, die sich am Fuße des Berges Pisanino in den Alpen Apuanen bei circa 1520 m Höhe befindet.

Die Erforschungen im Abisso, erstbefahren und erforscht von der Gruppe „Gruppo Speleologico Alpinistico“ der Val Freddana, deren Erforschungen bei einer Engstelle bei -380 beendeten, sind wieder gewaltig vom GSAL nach mehreren Ausbreitungsarbeiten fortgesetzt worden. Diesen Samstag hat eine erstbefahrende Erforschung stattgefunden: Gleich nach der erweiterten Engstelle befindet sich eine 100 mt tiefe Schacht, die sich in einer enormen Kluft entwickelt, circa 7-8 Meter breit und in einigen Stellen auch 30-40 Meter lang.

Am Schachtende ist die Höhle geschlossen und wir verlieren den Luftzug, aber sobald wir die Schacht um 15 Meter wieder steigen, finden wir den heftigen Luftzug wieder. Wir gehen dieser Luft nach, hinein in die Kluft, zwischen riesigen Versturzblöcken, bis wir uns an einer weiteren Schacht hinauslehnen. Wieder eine maxi-vertikale, wieder einen Abstieg von 100 Metern von mittleren Dimensionen, mit einer Sektion von10×10! Der Schachtende ergibt sich als ein „cul de sac“, ein leichter Getröpfel verliert sich zwischen den Steinblöcken vom Endsaal und es ist kein Luftzug mehr zu spüren. Wir steigen wieder die Schacht hinauf und entdecken, dass die Luft gleich am Anfang des Schachtes in die entgegengesetzte Richtung gegenüber uns hineinfließt und somit die Kluft zwischen den Versturzblöcken weiter verfolgt.

Ziel der nächsten Erforschung am Samstag ist, die Schacht zu traversieren, in der Hoffnung, eine Fortsetzung im hängenden Versturz zu finden. Wir erwarten uns, dass der Abgrund mit einer weiteren Schacht fortsetzt, welcher sich parallel in der gleichen großen Spalte befindet wie der eben beschriebene.

Unabhängig davon wie es weitergehen wird, die Höhle ist jetzt ein -600m mit einer Fortsetzung von unglaublichen Sprüngen : Die Eingangsschacht ist ein P300, darauf folgen die 2 P100-Schächte, die wir soeben entdeckt haben. Wir erinnern, dass die Potentialität von circa 1200 Metern sein könnte, und zwar mit hoher Wahrscheinlichkeit bis zu den Quellen von Equi Terme.

Die Forschungen sind von der Forschungsgruppe „Gruppo Speleologico Archeologico Livornese“ ausgeführt, mit der Hilfe verschiedener Menschen. An den ersbefahrenden Erforschungen der letzten zwei Jahren haben folgende Personen teilgenommen : Matteo Baroni, Gianni Dellavalle, Lucia Montomoli, Daniele Guerri und Marco Menicucci vom GSAL und noch Tommaso Biondi, Paolo Carrara, Filippo Dobrilla, Martina, David Fucile, Mariano Primierani und Yuri.

Für die Forschungsgruppe „Gruppo Speleologico Archeologico Livornese“

www.speleolivorno.it

Matteo Baroni

Übersetzt von Karin Herold

NEUIGKEITEN AUS KINDER - Grigna - Italien

Martedì 3 Luglio 2007

Nachricht von Andrea Maconi - Übersetzung Leda Monza

 
In den vorigen Tagen hat eine Expedition in Kinder stattgefunden. Seit mehr als einem Monat planten wir, dorthin zu gehen. Das schlechte Wetter hat es aber bis jetzt verhindert. In der Zwischenzeit haben wir ungerne weitere Wege, die halbvoll Wasser waren, in Ingresso Fornitori erforscht (die Vermessung dieser Höhle erreicht jetzt die 24.660m.). Durch den starken Regen im letzten Monat ist der Sturzbach in Kinder besonders angeschwollen. Zuerst haben wir ein paar Säcke mit Seilen bei -830 Meter geholt und sind dann zurück zu dem Saal bei -750 m. gegangen. Von hier weiter durch einen absteigenden Weg, der unser Meinung nach einen großen Sturzbach bei -860 m. erreichen sollte. Nach einem kurzen Durchgang in einer Steinlawine und einem 3 m Gefälle haben wir eine weitere deutlich tiefere vertikale Höhle erreicht. Diese ist 45 m. tief und 10×20 m. breit. Trotz der drei Wasserfälle mit einigen Litern Wasserführung fanden wir den Weg, um hinunterzusteigen. Die drei Wasserfälle kommen aus separaten Klammen, die noch nicht erreicht wurden. Einer sollte aber wahrscheinlich dieselbe sein, der ca. hundert Meter vor dem Saal bei  -750 m. verlässt und  nicht durchgelaufen wird.
Von der Basis der 45 m. tiefen Höhle sind es zwei weitere Gefälle (7 + 12 m.). Hier ist die Klamm 4 m. breit und 15 m. hoch! Wir haben diesen Weg mit dem Sturzbach ca. 50 Meter bis zu einem 10 m. hohen Gefälle durchlaufen. Man kann von hier eine sehr schöne Grundwasserleitung sehen, die leider wegen Ausrüstungsmangel noch nicht erreicht wurde. Diese Expedition soll hier unterbrochen werden. Wir durchgehen den Weg Richtung Ausgang mit dem schleppen der erwähnten zwei sehr schweren Säcke.
Der wichtigste Aspekt dieser Erforschung ist, dass sich weitere wichtige Wasserankunft der Klamm entlang befinden. Die Hoffnung ist, dass andere Grotten an der Releccio-Seite in Zukunft verbunden werden könnten.
Teilnehmer: D.B. (ASC) und A.M. (GGM)
Gesamtlänge neu erforscht: 150 Mt.

 


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